Den Hauptanteil der verkauften Fahrräder machen sicher die Kinderräder, die Citybikes, die Cross-Trekkingbikes, die Mountainbikes und die Rennräder aus. Dennoch gibt es noch einige andere Fahrradtypen, von denen einige mehr und andere weniger weit verbreitet sind.

Radler, die mit einem Tandem unterwegs sind, ziehen sofort alle Blicke auf sich. Verständlich, denn ein Tandem ist im Straßenbild nicht besonders häufig zu sehen. Das Tandem sieht aus wie ein lang gezogenes Fahrrad, bei dem die beiden Sitze für die Radler hintereinander am Rahmen befestigt sind. Sicher ist das Tandem keine optimale Wahl für längere Fahrradtouren oder den täglichen, gemeinsamen Einkaufsbummel. Es ist allerdings besonders für Menschen, die aufgrund eines körperlichen Handicaps selbst kein Rad fahren können, eine hervorragende Möglichkeit, um relativ aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen - und sei es nur im Windschatten als Beifahrer.

Für alle, die mit dem Rad atemberaubende Stunts und Kunststücke machen wollen, ist das BMX-Rad die erste Wahl. Das reine BMX-Rad ohne Beleuchtung ist nicht verkehrstauglich und darf im Straßenverkehr nicht benutzt werden. Es ist ein reines Sportrad. Die Räder beim BMX-Rad sind mit 20 Zoll zwar verhältnismäßig klein, ermöglichen es dem Fahrer aber genau dadurch, beispielsweise in der Halfpipe faszinierende Fahr- und Sprungmanöver zu zeigen. Auch wenn das BMX-Rad aufgrund seiner Größe ein ideales Kinderrad zu sein scheint, so ist es aus Sicherheitsaspekten nicht als Straßenrad für die Kinder geeignet.

Vereinzelt kann man im Straßenverkehr auch Falt- oder Klappräder entdecken. Wie der Name schon sagt sind Falträder so konstruiert, dass sie sehr klein zusammengefaltet werden können. Für längere Fahrradtouren sind die Klappräder nur bedingt geeignet, da die Laufräder sehr klein sind und die Räder auch sonst - im Gegensatz zu City oder Trekkingbikes - keinen großen Fahrkomfort bieten. Der eigentliche Sinn der Klappräder ist es allerdings auch, Verbindungsengpässe im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel zu überbrücken, beispielsweise dann, wenn der Weg von der Haustür zum Bahnhof oder der Weg vom Bahnhof zum Arbeitsplatz sehr weit ist. Mit dem Klapprad kann die Strecke, die für einen Fußmarsch zu weit ist, bequem zurückgelegt werden und das Rad im Anschluss Platz sparend in der Bahn mitgenommen werden.

Die Fahrradrikschas stammen ursprünglich aus Asien. Die ersten Rikschas mussten noch per Hand von einem Menschen gezogen werden. Heute erinnern die Fahrradrikschas an ein überdimensionales Dreirad. Zwischen den beiden hinteren Rädern befindet sich die Rückbank für Passagiere, vorn sitzt der Fahrer. Eine Alternative zu den Fahrradrikschas sind die Fahrradtaxis oder Velotaxis. Auch sie haben drei Räder und bieten auf der Rückbank zwei Passagieren Platz. Allerdings sind sie mit aus aerodynamischen Gründen auch zum Schutz vor Wind und Wetter rundum mit Kunststoff verkleidet.

Ab und an sieht man auch einen Radler in einem Liegerad. Der Anblick ist gewöhnungsbedürftig und auch das Fahren in einem Liegerad scheint gewöhnungsbedürftig zu sein. Durch die Liegeposition ist der Überblick im Straßenverkehr sehr eingeschränkt und auch das Lenken scheint komplizierter zu sein. Anhänger der Liegefahrräder sind von ihrem Rad jedoch begeistert. Wer sich an die ungewohnte Liegeposition gewöhnt hat, findet sie sehr bequem und da der Fahrer dem Wind im Liegen weniger Widerstand bietet, kommt ein Liegrad auf höhere Geschwindigkeiten als das normale Fahrrad.