Gute Kinderfahrräder müssen vielen Anforderungen genügen. In jedem Fall jedoch muss es den geltenden Sicherheitsbedingungen entsprechen. Weiterhin passt sich das optimale Kinderfahrrad dem Wachstum des Kindes an - das heißt, dass Fahrradsattel und Fahrradlenker höhenverstellbar sein müssen. Allerdings sollte nicht nur der Sicherheitsaspekt berücksichtigt werden. Das sicherste Kinderfahrrad nützt nicht viel, wenn es dem Nachwuchs nicht gefällt.

Auswahl passender und sicherer Kinderfahrräder

Grundsätzlich gilt, dass die erste Informationsquelle für Kinderfahrräder der Fachhändler vor Ort sein sollte, denn hier können verschiedene Fahrradtypen und Kinderfahrräder in unterschiedlichen Größen ausprobiert werden. Während die Eltern noch überlegen, ob das Fahrrad nun die richtige Größe für das Kind hat, kann der Fachmann auf den ersten Blick erkennen, ob es passt. Obwohl der Anschaffungspreis für gute Kinderfahrräder das Familienbudget kräftig belasten kann, sollten Kinderfahrräder niemals auf Zuwachs gekauft werden. Ist das Kinderfahrrad zu groß, fährt das Kind damit unsicher und wackelig, weil es das Fahrrad nicht unter Kontrolle hat. Ein Kind mit einem zu großen Fahrrad im Straßenverkehr fahren zu lassen, ist gefährlich und leichtsinnig. Um das Familienbudget zu entlasten, lohnt sich auch immer ein Blick ins Internet, wo viele Fachhändler mittlerweile mit einem reichhaltigen Angebot vertreten sind.

Passt das Kinderfahrrad nicht optimal zur Körpergröße des Kindes, hilft es auch nichts, den Fahrradsattel oder den Fahrradlenker ein wenig zu verstellen. Was nicht passt, kann in diesem Fall nicht passend gemacht werden. Zu Lasten der Sicherheit geht nicht nur ein zu großes Kinderrad, sondern auch ein zu kleines. Bei einem zu kleinen Kinderfahrrad stößt das Kind mit den Knien ständig an den Fahrradlenker und kann nicht mehr sicher lenken. Zu gefährlichen Stürzen kann es kommen, wenn das Kind mit den Füßen ständig von den Pedalen abrutscht, weil die Beine einfach zu lang für das Kinderfahrrad sind.

Sicherheitsbestimmungen für Kinderfahrräder beachten

Beim Kauf von Kinderfahrrädern sollte darauf geachtet werden, dass das ausgesuchte Fahrrad den Sicherheitsbedingungen entspricht. Dazu gehören eine funktionierende Beleuchtung - mit Vorder- und Rückleuchten - sowie funktionstüchtige Fahrradbremsen. Im Fachgeschäft sollte während der Probefahrt ausprobiert werden, ob das Kind die Vorderradbremse leicht und ohne übermäßigen Kraftaufwand betätigen kann. Bei den Vorderradbremsen gibt es gravierende Unterschiede. An einigen Kinderfahrrädern finden sich Felgenbremsen, welche für die Kinder sehr gut geeignet sind. Bei anderen Kinderfahrrädern werden so genannte V-Brakes verwendet, die für die Kinderfahrräder eine zu starke Bremskraft haben. Bei kleineren Kindern ist es sinnvoll, zusätzlich auf eine Rücktrittbremse zu achten. Das gilt besonders dann, wenn das Kinderfahrrad über eine Gangschaltung verfügen soll.

Nabenschaltung und Kettenschaltung für Kinderfahrräder

Bei kleineren Kindern ist eine Nabenschaltung empfehlenswert. Während eine Kettenschaltung nur während der Fahrt heraus betätigt werden kann, kann mit der Nabenschaltung auch im Stand geschaltet werden. Des Weiteren erleben die Kinder mit einer Nabenschaltung auf längeren Fahrradtouren keine unangenehmen Überraschungen, weil die Kette herausspringt. Generell ist eine Gangschaltung auch für Kinderfahrräder sinnvoll - allerdings sind drei Gänge zum Anfang meist völlig ausreichend. Der Fahrkomfort macht sich spätestens bei der nächsten gemeinsamen Fahrradtour mit den Eltern oder einer Steigung bemerkbar. Die Pedale des Rades sollten groß genug sein, so dass die Kinder nicht abrutschen. Generell sollten gekaufte Kinderfahrräder regelmäßig von den Eltern auf Sicherheitsmängel und Gebrauchsspuren überprüft werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Schweißnähten, sowie den Schrauben, die regelmäßig nachgezogen werden sollten.